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Adventskalender aus 24 Papiertüten basteln

Gezeichneter Adventskalender aus 24 braunen Papiertüten mit runden Schildern, die mit Holzklammern in zwei Reihen an Juteschnüren hängen, dazu Tannenzweige und rote Schleifen

Die kurze Antwort

Für einen Adventskalender aus Papiertüten brauchst du 24 Butterbrottüten, 24 Wäscheklammern aus Holz und eine lange Schnur. Zuerst verzierst du die Tüten und klebst auf jede ein rundes Schild mit einer Zahl von 1 bis 24. Dann füllt jemand die Tüten mit kleinen Überraschungen. Danach knickst du den oberen Rand jeder Tüte zweimal um und klemmst eine Wäscheklammer darüber. Zum Schluss spannst du die Schnur zwischen zwei Haken und hängst die Tüten mit den Klammern der Reihe nach auf. Das Basteln dauert ungefähr eine Stunde.

Ein Adventskalender ist ein Kalender, mit dem man die Tage vom 1. bis zum 24. Dezember zählt. Bei dieser Anleitung besteht er nicht aus Pappe mit Türchen, sondern aus 24 kleinen Tüten aus Papier, die an einer Schnur hängen. Jeden Tag im Advent darfst du eine Tüte abnehmen und öffnen. So einen Kalender haben sich früher viele Familien selbst gebastelt, lange bevor es gedruckte Adventskalender zu kaufen gab. Das Schöne an den Tüten ist, dass du sie jedes Jahr wieder neu füllen kannst. Nebenbei erfährst du, warum eine Wäscheklammer so fest zupackt, warum ein Knick im Papier hält und warum die Schnur in der Mitte durchhängt.

Gezeichneter Adventskalender aus 24 braunen Papiertüten mit runden Schildern, die mit Holzklammern in zwei Reihen an Juteschnüren hängen, dazu Tannenzweige und rote Schleifen
So sieht dein fertiger Adventskalender aus. 24 verzierte Papiertüten hängen mit Wäscheklammern in zwei Reihen an einer Schnur. Bild: Kinder-Wiki

Vor dem Start

Für den Kalender brauchst du eine Schere. Nimm eine Kinderschere mit runden Spitzen und schneide immer vom Körper weg. Die Haken oder Nägel für die Schnur befestigt ein Erwachsener an der Wand. Häng die Tüten nicht über eine Kerze und nicht direkt an eine heiße Lampe, denn Papier fängt leicht Feuer. Wenn du eine Lichterkette dazu nehmen möchtest, nimm eine mit LED-Lämpchen, weil sie kaum warm werden. Kleine Dinge wie Murmeln, Perlen oder Luftballons gehören nicht in einen Kalender für Kinder unter drei Jahren. Sie können sie verschlucken und daran ersticken. Beim Füllen und Aufhängen hilft dir am besten jemand, zum Beispiel deine Freundin, dein großer Bruder oder deine Mama. Fang Ende November an, damit der Kalender am 1. Dezember fertig hängt.

Was brauchst du für einen Adventskalender aus Papiertüten?

Ergebnis: 1 Adventskalender mit 24 Papiertüten an einer Schnur

Butterbrottüten sind schmale Tüten aus dünnem, festem Papier mit einem flachen, gefalteten Boden. Es gibt sie in der Drogerie oder im Supermarkt, meistens in Packungen mit vielen Tüten. Sie sind eine gute Wahl, weil sie für Lebensmittel gemacht sind. Butterbrotpapier wird aus Pflanzenfasern hergestellt, die bei der Herstellung so lange gemahlen werden, bis sich die kleinen Löcher in den Fasern schließen. Dadurch lässt das Papier kein Fett durch. Wenn ein Stück Schokolade in der Tüte warm wird, entsteht deshalb kein Fettfleck auf deinen Zahlen. Die Idee mit den Butterbrottüten, den Holzklammern und der Schnur stammt aus einer Bastelanleitung der Drogerie dm.

Was kann man in die Tüten füllen?

In die Tüten passt alles, was klein und leicht ist. Du kannst zum Beispiel ein Stück Schokolade, einen Keks, einen Aufkleber, einen Radiergummi, eine Haarspange oder einen kleinen Stein mit einem aufgemalten Gesicht hineinlegen. Ganz ohne Geld kommst du mit kleinen Zetteln aus. Auf einen Zettel kannst du ein Rätsel schreiben, einen Witz oder ein Versprechen, zum Beispiel einmal den Tisch decken oder zusammen ein Spiel spielen. Solche Zettel heißen Gutscheine. Ein Gutschein ist ein Zettel, auf dem steht, dass man etwas bekommt oder dass jemand etwas für einen tut. Schwere Dinge wie Bücher oder Gläser passen nicht hinein, weil die Tüte sonst reißt oder von der Schnur rutscht.

Gezeichnetes Bastelmaterial: Butterbrottüten, Juteschnur, Holzklammern, Tonpapier, Trinkglas, Kinderschere, Klebestift, Stifte, Tannenzweige und rotes Band
Alles bereit: Butterbrottüten, Wäscheklammern, Schnur, Tonpapier, ein Glas als Schablone, Kinderschere, Klebestift, Stifte, Tannenzweige und Geschenkband. Bild: Kinder-Wiki

Wie bastelt man einen Adventskalender aus Papiertüten?

1. Die Tüten verzieren

Leg Zeitungspapier auf den Tisch und die erste Tüte flach darauf. Verziere nur die Vorderseite. Du kannst Punkte, Sterne, Tannenbäume oder Schneeflocken malen. Ein weißer Lackstift sieht auf braunem Papier besonders schön aus. Lass in der Mitte der Tüte eine runde Stelle frei, so groß wie das Trinkglas. Dort kommt später das Schild mit der Zahl hin. Male nicht bis ganz nach oben, denn den oberen Rand knickst du später um. Leg jede fertige Tüte zum Trocknen zur Seite und mach mit der nächsten weiter, bis alle 24 Tüten verziert sind.

Gezeichnete Kinderhände verzieren eine flach liegende braune Papiertüte mit weißen Punkten und einem Stern
Schritt 1: Die Tüten liegen flach auf dem Tisch und werden mit Punkten, Sternen und Tannenbäumen verziert. Bild: Kinder-Wiki

2. Die Zahlenschilder ausschneiden

Stell das Trinkglas mit der Öffnung nach unten auf das Tonpapier und fahre mit dem Bleistift rund um den Rand. Wiederhole das, bis 24 Kreise auf dem Papier sind. Setz die Kreise dicht nebeneinander, dann reicht ein Bogen. Schneide alle Kreise aus. Schreib dann mit dem dicken Filzstift auf jeden Kreis eine Zahl von 1 bis 24. Schreib die Zahlen groß, damit man sie auch von Weitem lesen kann. Kleb jetzt jedes Schild mit dem Klebestift in die freie Stelle auf einer Tüte. Drück das Schild dabei mit der ganzen Hand fest an.

Gezeichnete Kinderhand fährt mit dem Bleistift um ein umgedrehtes Trinkglas auf hellem Tonpapier, daneben ausgeschnittene Kreise und eine Kinderschere
Schritt 2: Mit einem Trinkglas als Schablone werden runde Schilder auf das Tonpapier gezeichnet und ausgeschnitten. Bild: Kinder-Wiki

3. Die Tüten füllen

Jetzt werden die Tüten gefüllt. Damit die Überraschung eine Überraschung bleibt, füllt am besten jemand anderes die Tüten, und du schaust dabei nicht zu. Wenn du den Kalender für jemand anderen bastelst, füllst du die Tüten selbst. Stell die Tüten dafür aufgeklappt in einer Reihe auf den Tisch. In jede Tüte kommt eine Überraschung. Leg in die Tüte mit der 24 etwas Besonderes, denn das ist der Heilige Abend.

Gezeichnete Hände legen ein kleines Stück Schokolade in eine aufgeklappte Papiertüte, daneben weitere Tüten in einer Reihe
Schritt 3: Die aufgeklappten Tüten stehen in einer Reihe und werden mit kleinen Überraschungen gefüllt. Bild: Kinder-Wiki

4. Die Tüten verschließen

Drück die offene Tüte oben flach zusammen. Knick dann den oberen Rand etwa zwei Finger breit nach vorn um und streich mit dem Daumennagel fest über die Kante. Knick den Rand ein zweites Mal um und streich wieder fest darüber. Steck jetzt eine Wäscheklammer genau über die Mitte des umgeknickten Randes. Die Klammer hält die Tüte zu und dient gleichzeitig als Aufhänger. Wenn du magst, steckst du hinter einige Klammern einen kleinen Tannenzweig oder bindest eine Schleife aus Geschenkband daran.

Gezeichnete Kinderhände stecken eine Holzklammer über den zweimal umgeknickten Rand einer gefüllten Papiertüte mit rundem Schild
Schritt 4: Der obere Rand der Tüte ist zweimal umgeknickt, und eine Wäscheklammer hält ihn fest. Bild: Kinder-Wiki

5. Die Schnur spannen und die Tüten aufhängen

Such zusammen mit einem Erwachsenen einen Platz, an dem die Tüten nicht im Weg hängen, zum Beispiel an einer Wand, an einem Fenster oder an einem Regal. Der Erwachsene befestigt dort zwei Haken in etwa 2 Meter Abstand. Knote die Schnur am ersten Haken fest. Zieh sie dann zum zweiten Haken, zieh sie straff und knote sie dort ebenfalls fest. Einer von euch hält die Schnur, während der andere den Knoten macht. Wenn die Schnur nicht für alle 24 Tüten reicht, spannst du darunter eine zweite Schnur. Klemm die Tüten jetzt mit den Wäscheklammern an die Schnur. Fang links mit der 1 an und häng die Tüten der Reihe nach bis zur 24 auf. Lass zwischen den Tüten ein kleines Stück Platz. Häng nicht alle schweren Tüten nebeneinander in die Mitte, sondern verteil sie über die ganze Schnur.

Gezeichnete Juteschnur zwischen zwei Haken an der Wand, eine Kinderhand klemmt eine Papiertüte mit einer Holzklammer an
Schritt 5: Die Schnur ist straff zwischen zwei Haken gespannt, und die Tüten werden der Reihe nach mit den Wäscheklammern angeklemmt. Bild: Kinder-Wiki

6. Jeden Tag eine Tüte öffnen

Am 1. Dezember darfst du die erste Tüte abnehmen. Drück die Wäscheklammer am hinteren Ende zusammen, dann öffnet sie sich vorn. Klapp den Rand der Tüte auf und schau hinein. Die leere Tüte kannst du flach falten und aufheben. Im nächsten Jahr füllst du sie einfach wieder.

Gezeichnete Kinderhände halten eine geöffnete Papiertüte mit einer Praline und eine Holzklammer, im Hintergrund hängen weitere Tüten an der Schnur
Schritt 6: Eine Tüte ist von der Schnur genommen und geöffnet. Darin liegt ein Stück Schokolade. Bild: Kinder-Wiki

Warum funktioniert der Adventskalender aus Papiertüten?

Der Adventskalender aus Papiertüten funktioniert, weil eine Feder in der Wäscheklammer das Papier festklemmt, weil ein fester Knick im Papier seine Form behält und weil eine straff gespannte Schnur das Gewicht der Tüten tragen kann. Diese drei Dinge erklären die folgenden Abschnitte.

Die Wäscheklammer klemmt mit einer Feder

Die Wäscheklammer klemmt die Tüte fest, weil eine Feder die beiden Holzteile zusammendrückt. Eine Feder ist ein gebogenes Stück Draht, das wieder in seine alte Form zurückwill, wenn man es zusammendrückt. Bei der Wäscheklammer sitzt die Feder in der Mitte und hält die beiden Holzteile zusammen. Gleichzeitig ist sie das Gelenk, um das sich die Holzteile drehen.

Jedes Holzteil ist außerdem ein Hebel. Ein Hebel ist eine Stange, die sich um einen festen Punkt dreht. Wenn du hinten auf die Griffe drückst, gehen vorn die Backen auseinander. Lässt du los, drückt die Feder die Backen wieder zusammen. Zwischen den Backen steckt jetzt das Papier, und die Feder drückt es fest. Deshalb rutscht die Tüte nicht von der Schnur, solange sie nicht zu schwer ist.

Der Knick im Papier hält

Der umgeknickte Rand bleibt umgeknickt, weil die Fasern im Papier an der Knickstelle gebogen und zusammengedrückt werden. Papier besteht aus vielen winzigen Fasern aus Holz, die kreuz und quer übereinanderliegen. Wenn du mit dem Daumennagel fest über die Kante streichst, knicken die Fasern an dieser Stelle ab und bleiben so liegen. Das Papier hat jetzt eine Falz. Eine Falz ist eine scharfe Kante, an der Papier gefaltet ist. Je fester du darüberstreichst, desto mehr Fasern knicken ab und desto besser hält die Falz. Zweimal umknicken ist besser als einmal, weil dann mehr Papierlagen aufeinanderliegen. Die Klammer kann so mehr Papier greifen, und die Tüte geht nicht von selbst auf.

Die Schnur hängt in der Mitte durch

Die Schnur hängt in der Mitte durch, weil die Tüten sie mit ihrem Gewicht nach unten ziehen. Das Gewicht kommt von der Schwerkraft. Die Schwerkraft ist die Kraft, mit der die Erde alles zu sich hinzieht. An den beiden Haken kann die Schnur nicht nach unten, in der Mitte schon. Deshalb biegt sie sich dort am stärksten. Wenn du die Schnur straffer spannst, hängt sie weniger durch. Dann muss sie aber stärker an den Haken ziehen, und die Knoten müssen gut halten. Wenn du schwere Tüten über die ganze Schnur verteilst, zieht nicht das ganze Gewicht an einer einzigen Stelle. Dann hängt die Schnur gleichmäßiger, und die Reihe sieht ordentlicher aus.

Warum hält das Zahlenschild auf der Tüte?

Das Zahlenschild hält, weil der Klebstoff aus dem Klebestift in die Fasern beider Papiere eindringt und beim Trocknen fest wird. Im Klebestift ist der Klebstoff mit Wasser vermischt. Wenn das Wasser verdunstet, also langsam als unsichtbarer Wasserdampf in die Luft entweicht, bleibt der feste Klebstoff zwischen den Fasern zurück und verbindet die beiden Papiere. Deshalb ist es wichtig, das Schild fest anzudrücken. Nur dort, wo sich die beiden Papiere berühren, kann der Klebstoff sie verbinden.

Was tun, wenn der Adventskalender aus Papiertüten nicht klappt?

Wenn der Adventskalender aus Papiertüten nicht klappt, liegt es meistens am Gewicht der Füllung, an einer zu locker gespannten Schnur oder an zu wenig Klebstoff. Die folgende Übersicht hilft dir, den Grund zu finden.

ProblemGrundLösung
Eine Tüte rutscht aus der Klammer.Die Tüte ist zu schwer, oder die Klammer greift zu wenig Papier.Nimm etwas aus der Tüte heraus, knick den Rand noch einmal um und steck die Klammer tiefer darüber.
Die Schnur hängt in der Mitte stark durch.Die Schnur ist zu locker gespannt, oder die schweren Tüten hängen alle in der Mitte.Spann die Schnur straffer und verteil die schweren Tüten über die ganze Länge.
Die Tüte geht oben von selbst auf.Der Rand ist nur einmal oder nicht fest genug umgeknickt.Knick den Rand zweimal um und streich mit dem Daumennagel fest über die Kante.
Das Zahlenschild fällt ab.Es war zu wenig Klebstoff darauf, oder es wurde nicht fest angedrückt.Streich das Schild bis zum Rand mit Klebestift ein und drück es mit der Hand fest an.
Die Farbe verschmiert auf der Tüte.Die Filzstiftfarbe war noch nicht trocken.Lass jede Tüte nach dem Verzieren ein paar Minuten liegen, bevor du sie anfasst.
Die Schnur reicht nicht für alle 24 Tüten.Die Tüten hängen zu weit auseinander, oder die Schnur ist zu kurz.Häng die Tüten enger zusammen oder spann eine zweite Schnur darunter.

Zum Weiterdenken

Früher malten Eltern einfach 24 Kreidestriche an die Tür, und jeden Tag durfte ein Kind einen davon wegwischen. Dein Kalender wird jeden Tag ebenfalls kürzer, weil jeden Tag eine Tüte fehlt. Wie viele Tüten hängen noch an der Schnur, wenn du am 10. Dezember deine Tüte genommen hast? Und was passiert mit der Schnur, wenn nur noch wenige Tüten daran hängen?

Jetzt selbst ausprobieren

Die ersten Adventskalender waren Kreidestriche an der Tür, Strohhalme in der Krippe und Kekse, die eine Mutter auf einen Karton nähte. Wer den gedruckten Adventskalender erfunden hat und seit wann hinter den Türchen Schokolade steckt, erfährst du im Artikel Wer hat den Adventskalender erfunden?.

Quellen: dm: Adventskalender aus Papiertüten, Toppits: Butterbrotpapier, Fachhochschule Nordwestschweiz: Klammern, Umweltbundesamt: Zellstoff- und Papierindustrie, IfaK: Die Geschichte des Adventskalenders in Deutschland, Kindersicherheit.de: Ersticken

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