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Herbststurm: Wie entsteht ein Sturm?

Bei Sturm schießt Meerwasser durch die Bretter eines Holzstegs an der Küste

Die kurze Antwort

Ein Herbststurm ist ein Sturm, der im Herbst über Deutschland zieht. Ein Sturm ist ein Wind mit mindestens 75 Kilometern pro Stunde, ab 118 Kilometern pro Stunde heißt er Orkan. Ein Sturm entsteht, wenn der Luftdruck in einem Gebiet sehr stark fällt. Die Luft aus der Umgebung strömt dann mit großer Geschwindigkeit in dieses Gebiet hinein. Im Herbst ist das Meer vom Sommer noch warm, während es über dem Land schon kalt wird. Diese großen Temperaturunterschiede lassen besonders kräftige Sturmtiefs entstehen.

Was ist ein Herbststurm?

Ein Herbststurm ist ein Sturm, der in den Monaten September, Oktober oder November auftritt. Sturm- und Orkantiefs treten in Deutschland vor allem im Herbst und im Winter auf. Fachleute nennen diese Zeit deshalb Sturmsaison. Im Jahr 2025 eröffnete das Sturmtief Zack Mitte September die Sturmsaison. Auf dem Brocken im Harz wurden dabei Windstöße mit 143 Kilometern pro Stunde gemessen.

Ab wann ist Wind ein Sturm oder ein Orkan?

Wind ist ab 75 Kilometern pro Stunde ein Sturm und ab 118 Kilometern pro Stunde ein Orkan. Diese Grenzen stammen aus der Beaufort-Skala (gesprochen „Bo-fort“). Das ist eine Einteilung des Windes in 13 Stufen von 0 bis 12. Mit ihr kann man die Windstärke an dem erkennen, was der Wind bewirkt, zum Beispiel an Rauch, Blättern oder Ästen. Benannt ist sie nach dem britischen Seefahrer Francis Beaufort.

Bei Windstärke 8 weht der Wind mit 62 bis 74 Kilometern pro Stunde. Das heißt stürmischer Wind, aber noch nicht Sturm. Ein Sturm beginnt bei Windstärke 9. Ein Orkan hat Windstärke 12. 118 Kilometer pro Stunde sind schneller, als ein Auto auf der Landstraße fahren darf.

Tabelle der Beaufort-Skala von Windstärke 0 bis 12 mit km/h und Wirkung an Land
Die Beaufort-Skala mit allen 13 Windstärken. Die Werte stammen vom Deutschen Wetterdienst. Grafik: Kinder-Wiki

Was ist eine Böe?

Eine Böe ist ein plötzlicher, kräftiger Windstoß, der nur wenige Sekunden dauert. Oft ändert sich dabei auch die Windrichtung. Wetterfachleute sprechen von einer Böe, wenn der Wind für mindestens 3 und höchstens 20 Sekunden um mindestens 18 Kilometer pro Stunde stärker weht als im Durchschnitt der letzten 10 Minuten.

Böen sind bei Stürmen besonders gefährlich. Sie können auf ein Gebäude eine viermal so starke Kraft ausüben wie der gleichmäßige Wind. Die meisten Sturmschäden entstehen durch solche Böen.

Der Deutsche Wetterdienst warnt deshalb vor Böen und teilt seine Warnungen in vier Stufen ein. Stufe 1 gilt für Windböen ab 50 Kilometern pro Stunde, Stufe 4 für extreme Orkanböen.

Wie entsteht Wind?

Wind entsteht, weil Luft von Orten mit hohem Luftdruck zu Orten mit niedrigem Luftdruck strömt. Wind ist also bewegte Luft.

Luft hat ein Gewicht. Die ganze Luft, die vom Erdboden bis zum oberen Rand der Lufthülle über uns liegt, drückt auf den Boden. Diesen Druck nennt man Luftdruck. Er wird in Hektopascal gemessen, abgekürzt hPa. Am Meer beträgt der Luftdruck im Durchschnitt 1013 Hektopascal.

Je höher man steigt, desto weniger Luft liegt noch über einem. Deshalb nimmt der Luftdruck nach oben hin ab. Der höchste Berg der Welt ist der Mount Everest im Himalaya-Gebirge an der Grenze zwischen Nepal und China. Er ist 8848,86 Meter hoch. Auf seinem Gipfel beträgt der Luftdruck nur etwa ein Drittel des Luftdrucks am Meer.

Zum ersten Mal gemessen hat den Luftdruck der Arzt Christopher Pizzo am 24. Oktober 1981. Er trug ein kleines Messgerät bis auf den Gipfel und las dort einen Luftdruck von umgerechnet 337 Hektopascal ab. Später haben Forschende den Luftdruck auf dem Gipfel für die Jahre 1979 bis 2019 berechnet. Dafür nutzten sie gespeicherte Wetterdaten und prüften sie mit Messungen von Wetterstationen, die am Berg aufgestellt sind. Im Durchschnitt beträgt der Luftdruck auf dem Gipfel 331 Hektopascal. Mitte Januar sinkt er auf etwa 323 Hektopascal, Mitte August steigt er auf etwa 339 Hektopascal.

Wie entsteht unterschiedlicher Luftdruck?

Wie ein Unterschied im Luftdruck entsteht, kann man an einem sonnigen Sommertag am Meer beobachten. Die Sonne erwärmt das Land viel schneller als das Wasser. Mit dem Boden wird auch die Luft darüber warm. Warme Luft ist leichter als kalte Luft, sie dehnt sich aus und steigt nach oben. Über dem Land fehlt dann am Boden Luft, und der Luftdruck sinkt. So entsteht ein kleines Gebiet mit niedrigem Luftdruck, ein Tiefdruckgebiet, kurz Tief. Über dem kühleren Meer bleibt der Luftdruck höher. Ein Gebiet mit hohem Luftdruck heißt Hochdruckgebiet, kurz Hoch. Um den Unterschied auszugleichen, strömt nun kühle Luft vom Meer zum Land. Diesen Wind nennt man Seewind. Der Seewind weht meist mit Windstärke 3 bis 4, also als schwache bis mäßige Brise.

Nachts ist es umgekehrt. Das Land kühlt schneller ab als das Wasser. Dann ist der Luftdruck über dem Land höher, und der Wind weht vom Land auf das Meer. Diesen Wind nennt man Landwind.

Je größer der Unterschied im Luftdruck auf kurzer Strecke ist, desto stärker weht der Wind. Beim Seewind ist der Unterschied klein. Bei einem Sturm ist er sehr groß.

Wie entsteht ein Sturm?

Ein Sturm entsteht, wenn der Luftdruck in einem Tief sehr stark fällt und der Unterschied zur Umgebung dadurch sehr groß wird. Ein solches Tief nennt man Sturmtief. Die meisten Sturmtiefs, die nach Deutschland kommen, entstehen im Herbst und Winter über dem Atlantik.

Ein Sturmtief beginnt dort, wo warme und kalte Luft aufeinandertreffen. Die warme Luft ist leichter als die kalte Luft. Sie gleitet deshalb über die kalte Luft hinweg nach oben. Beim Aufsteigen kühlt die warme Luft ab. Der unsichtbare Wasserdampf in ihr wird dabei zu winzigen Wassertröpfchen, und es bilden sich Wolken. Diesen Vorgang nennt man Kondensation. Bei der Kondensation wird Wärme frei. Diese Wärme erwärmt die aufsteigende Luft zusätzlich, und sie steigt noch stärker nach oben.

Weil die Luft aufsteigt, strömt am Boden Luft aus der Umgebung in das Tief hinein. In großer Höhe strömt aber gleichzeitig mehr Luft aus dem Tief hinaus, als unten nachkommt. Deshalb fällt der Luftdruck in der Mitte des Tiefs immer weiter. Je tiefer er fällt, desto größer wird der Unterschied zur Umgebung, und desto stärker wird der Wind.

Die Luft strömt nicht geradeaus in das Tief hinein, sondern kreist um seine Mitte. Das liegt an der Drehung der Erde. Die Luft bewegt sich über die Erde, und gleichzeitig dreht sich die Erde unter ihr weiter. Dadurch wird die Luft auf der Nordhalbkugel nach rechts abgelenkt, auf der Südhalbkugel nach links. Diese Ablenkung heißt Corioliskraft. Sie ist nach dem französischen Forscher Gaspard Gustave de Coriolis benannt, der sie 1835 beschrieben hat. Deshalb dreht sich die Luft auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn um ein Tief.

Bei uns liegt der Luftdruck meistens zwischen 1000 und 1020 Hektopascal. In der Mitte eines kräftigen Sturmtiefs fällt er unter 970 Hektopascal. Beim Orkan Lothar im Dezember 1999 wurden über Frankreich nur 961 Hektopascal gemessen. Auf Wetterkarten verbinden Linien alle Orte mit gleichem Luftdruck. Diese Linien heißen Isobaren. Je enger die Isobaren beieinanderliegen, desto stärker ist der Wind.

Warum stürmt es im Herbst so oft?

Im Herbst stürmt es so oft, weil dann die Temperaturunterschiede zwischen warmer und kalter Luft besonders groß sind. Aus großen Temperaturunterschieden entstehen große Unterschiede im Luftdruck und damit kräftige Sturmtiefs.

Das Meer hat sich im Sommer erwärmt und kühlt im Herbst nur langsam ab. Wasser braucht nämlich fast fünfmal so viel Energie wie Sand, um sich um ein Grad zu erwärmen. Es gibt die gespeicherte Wärme deshalb auch nur langsam wieder ab. Die Wassertemperaturen im Atlantik sind deshalb im Herbst noch recht hoch, und die Luft über dem Meer ist warm und feucht. Im Norden Europas kühlt es dagegen schon deutlich ab, und es gibt die ersten Nachtfröste. Der Grund dafür ist, dass die Tage im Herbst kürzer und die Nächte länger werden.

Über dem Atlantik treffen so warme, feuchte Meeresluft und kalte Luft aufeinander. Dort entstehen die Sturmtiefs. Anschließend werden die Tiefs nach Osten gelenkt und ziehen über Europa und Deutschland.

Welche Arten von Stürmen gibt es?

In Deutschland gibt es vor allem vier Arten von Stürmen: Sturmtiefs, Gewitterstürme, Tornados und Föhnstürme. Sie unterscheiden sich darin, wie sie entstehen, wie groß sie sind und wie lange sie dauern.

Die typischen Herbststürme sind Sturmtiefs. Sie bilden sich über dem Atlantik und ziehen dann über Europa. Erreicht der Wind in einem Sturmtief Orkanstärke, spricht man von einem Orkantief.

Ein Gewittersturm entsteht in einer großen Gewitterwolke. In der Wolke bilden sich Hagelkörner. Werden sie zu schwer, fallen sie nach unten, schmelzen in der wärmeren Luft und werden zu Regen. Ein Teil des Regens verdunstet. Beim Schmelzen und beim Verdunsten wird der Luft Wärme entzogen, und sie kühlt ab. Die kalte Luft ist schwerer als die Luft um sie herum. Sie fällt deshalb immer schneller nach unten, trifft auf den Boden und breitet sich dort nach allen Seiten aus. Diesen heftigen Wind nennt man Fallböe. Fallböen können mehr als 200 Kilometer pro Stunde erreichen. Sie treffen ein Gebiet von 1 bis 15 Kilometern und dauern 5 bis 60 Minuten.

Ein Tornado ist eine stark rotierende Luftsäule, die von einer Schauer- oder Gewitterwolke bis zum Boden reicht. Über Land heißt er auch Windhose, über dem Meer oder über großen Seen Wasserhose. Im Tornado kann der Wind mehrere hundert Kilometer pro Stunde schnell werden. Ein Tornado ist meist nur einige hundert Meter breit und dauert meist weniger als eine Stunde. In Deutschland gibt es im Durchschnitt knapp 50 Tornados im Jahr, die meisten von Ende Mai bis September. Im Jahr 2026 waren es bis Mitte Oktober 34. Mehr als die Hälfte davon gab es am 19. August 2026. So viele Tornados an einem Tag wurden in Deutschland noch nie gezählt.

Ein Föhnsturm entsteht an Gebirgen, bei uns vor allem an den Alpen. Der Föhn ist ein warmer, trockener Wind, der auf der vom Wind abgewandten Seite eines Gebirges ins Tal hinunterweht. Die Luft strömt über den Gebirgskamm und fließt auf der anderen Seite bergab. Dabei wird sie schneller und erwärmt sich um etwa 1 Grad pro 100 Meter. Im November 2014 wurden auf der Zugspitze bei Föhn Windstöße mit 173 Kilometern pro Stunde gemessen.

Ist ein Orkan dasselbe wie ein Hurrikan?

Ein Orkan und ein Hurrikan sind nicht dasselbe, auch wenn beide Windgeschwindigkeiten von mehr als 118 Kilometern pro Stunde haben. Ein Hurrikan ist ein tropischer Wirbelsturm. Er entsteht über warmen Meeren in den Tropen, wenn das Wasser an der Oberfläche mindestens 27 Grad warm ist. Hurrikane gibt es im Atlantik, in der Karibik, im Golf von Mexiko und im Nordostpazifik, meistens von Juni bis November. Das Wort Hurrikan kommt aus dem Spanischen und bedeutet Orkan. Im Nordwestpazifik heißen dieselben Wirbelstürme Taifun, im Indischen Ozean und im Südpazifik Zyklon.

Tropische Wirbelstürme bekommen ihre Kraft aus der feuchtwarmen Luft über dem Ozean. Über dem Land fehlt ihnen diese Kraft, und sie werden schwächer. Die Herbst- und Winterstürme bei uns entstehen dagegen außerhalb der Tropen über dem Atlantik, dort wo warme und kalte Luft aufeinandertreffen. Erreicht ein solcher Sturm Windstärke 12, heißt er bei uns Orkan.

Warum ist es an der Küste stürmischer?

An der Küste ist es stürmischer, weil der Wind über dem Meer kaum gebremst wird. Die Meeresoberfläche ist bis auf die Wellen glatt, und die Luft strömt fast ungehindert darüber. Über dem Festland stehen dem Wind Bäume, Häuser, Dünen und Hügel im Weg. Sie bremsen die Luft ab. Fachleute nennen diesen Widerstand Bodenreibung. Deshalb weht der Wind über dem Meer meistens deutlich stärker als über dem Land.

Bei Sturm schießt Meerwasser durch die Bretter eines Holzstegs an der Küste
Sturm Ciara im Februar 2020 an der Küste Schwedens: Die Wellen drücken das Meerwasser durch die Bretter eines Stegs. Foto: W.carter, CC0, via Wikimedia Commons

Was ist eine Sturmflut?

Eine Sturmflut ist ein sehr hoher Wasserstand an der Küste, den ein Sturm verursacht. Starker Wind vom Meer drückt das Wasser gegen die Küste. An der deutschen Nordsee spricht man von einer Sturmflut, wenn das Wasser mindestens 1,5 Meter höher steht als bei einem normalen Hochwasser. Hochwasser ist an der Nordsee der höchste Wasserstand bei Flut. Zweimal am Tag steigt das Wasser dort an und fällt wieder. Diesen Wechsel von Ebbe und Flut nennt man Gezeiten.

Ob eine Sturmflut entsteht, hängt von der Stärke und Richtung des Windes ab und davon, wann der Sturm kommt. An der Nordsee entstehen Sturmfluten, wenn stürmischer Wind aus Nordwesten kurz vor und während der Flut weht. Besonders betroffen ist die Deutsche Bucht, die Ecke der Nordsee vor der deutschen Küste. Sie wird zur Küste hin immer enger, und das Wasser staut sich dort. An der Ostsee entstehen Sturmfluten vor allem bei Sturm aus Nordosten. Die meisten Sturmfluten gibt es von Oktober bis April. In Hamburg gibt es im Durchschnitt sechs Sturmfluten pro Jahr. Bei einer Sturmflut von 2,5 bis 3,5 Metern spricht man von einer schweren Sturmflut, darüber von einer sehr schweren Sturmflut.

Heute schützen Deiche, Dämme und Fluttore die Küsten. Vor Sturmfluten warnt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Wie gefährlich eine Sturmflut sein kann, zeigt die Sturmflut vom 16. auf den 17. Februar 1962. Damals brachen in Hamburg viele Deiche, ein Sechstel der Stadt wurde überflutet, und 315 Menschen starben.

Wer gibt den Stürmen ihre Namen?

In Deutschland gibt das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin den Hochs und Tiefs ihre Namen. Das macht es seit 1954. Die ersten Namen waren Anka und Albert am 1. November 1954. Die Namen werden in der Reihenfolge des Alphabets vergeben. Bei den Tiefs geht das Alphabet vier- bis fünfmal im Jahr durch, bei den Hochs meist nur zweimal. Ein Sturm ist immer ein Teil eines Tiefs und trägt deshalb dessen Namen.

Früher bekamen nur die Tiefs Frauennamen und die Hochs Männernamen. Weil Tiefs meist schlechtes Wetter bringen, protestierten Frauenverbände dagegen. Seit 1998 wechseln die Namen deshalb jedes Jahr. Im Jahr 2026 tragen die Tiefs weibliche Vornamen, im Jahr 2027 männliche. Im Oktober 2026 hießen die Tiefs zum Beispiel Felicia, Luise und Manja.

Seit 2002 darf jeder Mensch einen Namen aussuchen. Dafür kauft man eine Wetterpatenschaft. Für das Jahr 2027 kostet ein Tief 290 Euro und ein Hoch 390 Euro. Mit dem Geld bezahlt die Universität die Wetterbeobachtung durch Studierende an ihrer Wetterstation in Berlin-Dahlem. Ein Tief ist billiger als ein Hoch, weil es kürzer besteht.

Wie gefährlich sind Herbststürme?

Herbststürme sind gefährlich, weil sie Äste abbrechen, Bäume umwerfen und Dachziegel abheben können. Lose Gegenstände wie Mülltonnen, Gartenmöbel und Blumenkästen fliegen durch die Luft.

Einer der schwersten Orkane der letzten Jahrzehnte war Kyrill. Er zog am 18. Januar 2007 über ganz Deutschland. Auf dem Berg Wendelstein in Bayern wurde eine Böe mit 202 Kilometern pro Stunde gemessen, auf dem Brocken eine mit 198 Kilometern pro Stunde. Mindestens 13 Menschen starben in Deutschland, und mehr als 50 Millionen Bäume stürzten um. Die Bahn stellte zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg den gesamten Zugverkehr in Deutschland ein. Weil der Deutsche Wetterdienst schon Tage vorher gewarnt hatte, waren die Schäden geringer als bei früheren Orkanen.

Zerstörte Waldfläche mit umgeknickten Stämmen nach dem Orkan Kyrill
Ein Wald bei Bruchhausen ein halbes Jahr nach dem Orkan Kyrill. Der Sturm hat viele Bäume umgeworfen. Foto: Vincent Baas, CC BY 2.5, via Wikimedia Commons

Wie verhält man sich bei einem Sturm richtig?

Bei einem Sturm bleibt man am besten in einem Gebäude und hält sich von den Fenstern fern. Wer draußen ist, sucht sich ein Gebäude, auch wenn er gerade in einem Zelt oder Wohnwagen ist. Vor dem Sturm schließt man alle Fenster und Türen und räumt lose Gegenstände weg oder bindet sie fest. Man sollte Orte meiden, an denen herabfallende oder herumfliegende Gegenstände einen treffen können. Besonders gefährlich ist der Wald, weil Äste abbrechen und Bäume umstürzen können. Wann ein Sturm kommt, erfährt man aus den Warnungen des Deutschen Wetterdienstes, zum Beispiel in seiner Warnwetter-App.

Jetzt selbst ausprobieren

Wenn der Sturm vorbei ist und nur noch ein leichter Wind weht, kannst du den Wind selbst nutzen. Aus zwei Ästen, einem Müllbeutel und einer Schnur baust du einen Drachen, der im Herbstwind fliegt. Bei Sturm lässt du keinen Drachen steigen: Wenn sich die Bäume ganz biegen, ist der Wind zu stark. Wie du den Drachen baust, zeigt unsere Anleitung Drachen aus Ästen bauen.

Quellen: Deutscher Wetterdienst: Beaufort-Skala, Deutscher Wetterdienst: Zeit der Sturm- und Orkantiefs, Deutscher Wetterdienst: Wetterpfad Tafel 1, Deutscher Wetterdienst: Luftdruck, Deutscher Wetterdienst: Corioliskraft, Deutscher Wetterdienst: Tiefdruckgebiet, Deutscher Wetterdienst: Bö, Deutscher Wetterdienst: Warnkriterien, Deutscher Wetterdienst: Küstenkonvergenz, Deutscher Wetterdienst: Land-Seewind-Zirkulation, Deutscher Wetterdienst: Fallböe, Deutscher Wetterdienst: Tornadobilanz 2026, Deutscher Wetterdienst: Föhn, Deutscher Wetterdienst: Hurrikan, Deutscher Wetterdienst: Wie Tiefs zu ihren Namen kommen, Deutscher Wetterdienst: Orkan Kyrill, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie: Sturmfluten, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Sturm, Freie Universität Berlin: Wetterpatenschaften 2026, Freie Universität Berlin: Wetterpatenschaften 2027, wetterdienst.de: Stürme im Herbst, Kachelmannwetter: Wie entstehen Sturm- und Orkantiefs?, SRF Meteo: Hintergrund Wintersturm und NDR: Die Sturmflut 1962, National Geographic: Der Everest ist nun offiziell einen Meter höher, Matthews und andere: Luftdruck auf dem Mount Everest, iScience 2020.

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