Selbst gemachte Schokolade entsteht, wenn man geschmolzene Kakaobutter mit Kakaopulver und einer süßen Zutat verrührt und im Kühlschrank fest werden lässt. Kakaobutter ist das Fett der Kakaobohne, Kakaopulver ist gemahlener, entölter Kakao. Für dieses Rezept brauchst du nur drei Zutaten: Kakaobutter, Kakaopulver und Ahornsirup.
Nur gemeinsam mit einem Erwachsenen
Das Wasserbad, die Schüssel und die geschmolzene Kakaobutter werden heiß. Ein Erwachsener übernimmt das Erhitzen und das Herausheben der Schüssel. Achte außerdem auf die Zutaten- und Allergenhinweise der verwendeten Produkte.
Deine Zutatenliste
Das brauchst du außerdem
- Küchenwaage
- Kleiner Topf und eine passende hitzebeständige Schüssel
- Schneebesen oder Silikonspatel, ganz trocken
- Kleine Silikonform
So geht’s
1. Alles vorbereiten
Wiege die Zutaten ab. Stelle eine trockene, hitzebeständige Schüssel, einen kleinen Topf, einen trockenen Schneebesen und eine kleine Silikonform bereit. Nimm keinen Holzlöffel. In Holz kann sich Feuchtigkeit festsetzen.

2. Kakaobutter schmelzen
Ein Erwachsener gibt einige Zentimeter Wasser in den Topf, stellt die Schüssel darauf und lässt das Wasser bei mittlerer bis niedriger Hitze leicht köcheln. Die Schüssel darf das Wasser nicht berühren. Gib die Kakaobutter in die Schüssel und rühre oft um, bis sie geschmolzen ist. Große Stücke hackt der Erwachsene vorher klein.

3. Kakao und Sirup einrühren
Der Erwachsene nimmt die Schüssel vom Herd. Gib Kakaopulver und Sirup dazu und verrühre alles mit dem Schneebesen, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind.

4. In die Form füllen und verzieren
Gieße die Mischung in die Silikonform. Wenn du magst, streust du jetzt etwas darauf, zum Beispiel gehackte Nüsse, getrocknete Beeren oder Kokosflocken.

5. Kühlen und probieren
Lass die Schokolade mindestens eine Stunde im Kühlschrank fest werden. Im Gefrierfach dauert es etwa 20 Minuten. Löse sie danach aus der Form.

Tipp: Kühl aufbewahren
Selbst gemachte Schokolade schmilzt schneller als gekaufte. Bewahre sie deshalb in einer gut verschlossenen Dose im Kühlschrank auf. Dort hält sie etwa zwei Wochen.
Warum darf kein Wasser in die Schokolade?
Ein paar Tropfen Wasser machen die glatte Schokolade körnig, dick und klumpig. Das liegt daran, dass Schokolade kein Wasser enthält. Kommt ein wenig Wasser dazu, ziehen die festen Kakaoteilchen und der Zucker das Wasser an. Sie lösen sich dabei von der Kakaobutter und kleben aneinander. Auch kalte Zutaten und zu große Hitze können die Masse so verändern. Deshalb darf kein Tropfen aus dem Wasserbad in die Schüssel kommen.
Ahornsirup besteht allerdings selbst zu etwa einem Drittel aus Wasser. Mit Sirup bei Zimmertemperatur gelingt die Schokolade trotzdem meistens glatt. Wird die Masse doch körnig und dick, kannst du beim nächsten Mal den Sirup zusammen mit der Kakaobutter erwärmen oder statt Sirup Puderzucker nehmen.
Warum sind Kakao und Kakaobutter zwei Zutaten?
Kakao und Kakaobutter kommen beide aus der Kakaobohne, werden aber in der Fabrik voneinander getrennt. Zuerst werden die Bohnen in kleine Stücke gebrochen, von den Schalen befreit und gemahlen. So entsteht die Kakaomasse, eine dickflüssige, sehr fetthaltige braune Masse. Dann wird die Kakaomasse auf 80 bis 90 Grad erhitzt und in großen Pressen sehr stark zusammengedrückt. Dabei fließt über die Hälfte des Fetts heraus, die Kakaobutter. Übrig bleibt der feste Kakaopresskuchen. Er wird zu Kakaopulver gemahlen. Für unsere Schokolade setzen wir Fett und Kakao also wieder zusammen. Wie aus der Kakaobohne eine Tafel Schokolade wird, erklärt unser Wissensartikel Wie wird Schokolade hergestellt?
Warum bekommt Schokolade weiße Flecken?
Weiße Flecken auf Schokolade sind meistens kein Schimmel, sondern Fettreif oder Zuckerreif. Beide sehen nicht schön aus, schaden aber nicht. Die Schokolade kann man trotzdem essen.
Fettreif entsteht, wenn Schokolade zu warm wird. Dann wandert Fett aus der Kakaobutter an die Oberfläche und wird dort beim Abkühlen wieder fest. Zuckerreif entsteht durch Feuchtigkeit. Nimmt man Schokolade aus dem kalten Kühlschrank, setzt sich Wasser aus der Luft auf ihr ab und löst etwas Zucker. Trocknet das Wasser, bleibt der Zucker als grauer, körniger Belag zurück. Fettreif fühlt sich glatt an und schmilzt beim Anfassen. Zuckerreif ist trocken und körnig. Bei selbst gemachter Schokolade können weiße Flecken auch entstehen, wenn sie zu früh in den Kühlschrank kommt. Auch dann kann man sie essen.
Was bedeutet Temperieren?
Temperieren bedeutet, dass man geschmolzene Schokolade abkühlt und danach wieder leicht erwärmt. Dadurch wird die Kakaobutter beim Festwerden stabil. Temperierte Schokolade glänzt und bricht mit einem harten Knacken. Schmilzt man Schokolade nur und lässt sie wieder abkühlen, glänzt sie nicht. Unsere einfache Küchen-Schokolade wird nicht temperiert. Wir lassen sie nur im Kühlschrank fest werden.
Rezept eigenständig formuliert nach Elavegan: Schokolade selber machen aus 3 Zutaten. Weitere Quellen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: Kakao, Öko-Test: Schokolade selber machen, Öko-Test: Weißer Belag auf Schokolade, King Arthur Baking: Yes, you can mix chocolate and water, LWF Bayern: Ahorne – die Zuckerbäume, EDEKA: Schokolade temperieren und Callebaut: Temperieren.

