Zum Inhalt springen
Neugier kennt kein Alter. Wissen für Kinder & Erwachsene.
Wissen entdecken / Weiterlesen

Christkind: Wer ist es und woher kommt es?

Das Nürnberger Christkind mit goldener Krone und Engeln auf der Empore der Frauenkirche bei Nacht

Die kurze Antwort

Das Christkind bringt in Süddeutschland, Österreich, der Schweiz, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und einigen anderen Ländern am Heiligabend die Geschenke. Mit dem Namen ist eigentlich das neugeborene Jesuskind gemeint. Der Brauch kommt aus der Zeit der Reformation vor rund 500 Jahren. Damals wollte Martin Luther, dass die Kinder ihre Geschenke nicht mehr vom heiligen Nikolaus bekommen, sondern im Namen von Jesus Christus. Deshalb verlegte man die Bescherung vom 6. Dezember auf Weihnachten. Heute stellt man sich das Christkind meist als Engel mit blonden Locken, weißem Kleid und goldenen Flügeln vor. Gesehen hat es niemand, denn es kommt heimlich, während die Kinder warten müssen.

Das Nürnberger Christkind mit goldener Krone und Engeln auf der Empore der Frauenkirche bei Nacht
Das Nürnberger Christkind eröffnet jedes Jahr vom Balkon der Frauenkirche aus den Christkindlesmarkt. Foto: Roland Berger, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Am Heiligabend ist die Tür zum Wohnzimmer verschlossen. Die Kinder warten im Flur oder in der Küche. Plötzlich klingelt ein Glöckchen. Wenn sie die Tür öffnen, brennen die Kerzen am Baum, und darunter liegen die Geschenke. Das Christkind war da, aber gesehen hat es wieder niemand. In vielen Familien im Süden Deutschlands, in Österreich und in der Schweiz läuft der Heiligabend genau so ab. Doch wer ist das Christkind eigentlich? Warum ist es ein Engel, wenn es doch das Jesuskind sein soll? Und warum bringt es die Geschenke, obwohl Jesus selbst an Weihnachten Geburtstag hat?

Welche Gabenbringer es auf der ganzen Welt gibt, zeigt unser Überblick Christkind oder Weihnachtsmann: Wer bringt in welchem Land die Geschenke?. In diesem Artikel geht es nur um das Christkind.

Wer ist das Christkind?

Das Christkind ist der Gabenbringer, der am Heiligabend die Geschenke bringt. Der Name bedeutet „das Kind Christus“. Gemeint war damit am Anfang das neugeborene Jesuskind aus der Weihnachtsgeschichte. Christen glauben, dass Gott den Menschen mit der Geburt von Jesus das größte Geschenk gemacht hat. Deshalb passte es gut, dass das Jesuskind an seinem eigenen Geburtsfest die Geschenke bringt.

Ein Gabenbringer ist eine Gestalt, die nach einem Brauch den Kindern Geschenke bringt, zum Beispiel der Nikolaus, der Weihnachtsmann oder die Heiligen Drei Könige. Die Kinder bekommen die Gaben also nicht sichtbar von den Eltern, sondern scheinbar von dieser Gestalt.

Heute denken die meisten Menschen beim Christkind aber nicht an ein Baby in der Krippe. Sie stellen sich ein Engelwesen vor, ein Kind oder Mädchen mit Flügeln. Wie es zu diesem Wechsel kam, erklären die nächsten Abschnitte.

Woher kommt das Christkind?

Das Christkind kommt aus der Zeit der Reformation im 16. Jahrhundert. Die Reformation war eine große Erneuerungsbewegung in der Kirche, die mit Martin Luther begann. Aus ihr entstand die evangelische Kirche.

Vor der Reformation bekamen die Kinder ihre Geschenke vor allem am Nikolaustag, dem 6. Dezember. Der heilige Nikolaus war ein Bischof, um den sich viele Legenden ranken. Mehr über ihn erfährst du in unserem Artikel über den Nikolaus. Martin Luther lehnte es ab, dass die Menschen Heilige verehren und um Hilfe bitten. Für ihn sollte allein Jesus Christus im Mittelpunkt stehen. In einer Predigt am Nikolaustag 1527 nannte er den Brauch, die Gaben dem Nikolaus zuzuschreiben, ein „kyndisch ding“, also eine kindische Sache.

In der Familie Luther selbst gab es trotzdem noch Nikolausgeschenke. In einer Hausrechnung aus dem Jahr 1535 stehen „Niclasgeschenke“ für die Kinder und die Bediensteten. Spätestens ab 1531 gab es bei den Luthers aber auch eine Bescherung am Weihnachtsfest im Namen des „Heiligen Christ“. Die Geschenke kamen also nicht mehr von einem Heiligen, sondern im Namen von Jesus selbst. So zog die Bescherung langsam vom 6. Dezember auf Weihnachten um.

Andere Städte gingen strenger vor. In Straßburg wurden 1570 die Nikolausumzüge verboten. Ein Pfarrer predigte dort im Jahr 1608, die Eltern sollten den Kindern sagen, dass die Geschenke vom „Christkindel“ kommen.

Hat Martin Luther das Christkind erfunden?

Nein, Martin Luther hat das Christkind nicht erfunden, auch wenn man das oft liest. Er hat aber dafür gesorgt, dass die Bescherung an Weihnachten im Namen von Christus stattfand. Die Gestalt des Christkinds als eigener Gabenbringer ist erst danach in den evangelischen Gegenden entstanden. Forscherinnen und Forscher der Universität Hamburg weisen darauf hin, dass sich die Idee von Luther als „Erfinder“ in Quellen so nicht belegen lässt. Belegt ist nur, dass in seiner Familie ab 1531 zu Weihnachten im Namen des Heiligen Christ beschenkt wurde.

Warum bringt das Christkind gerade in katholischen Gegenden die Geschenke?

Das Christkind bringt heute vor allem in katholischen Gegenden die Geschenke, obwohl es aus der evangelischen Kirche stammt. Das klingt seltsam, hat aber einen einfachen Grund. In den evangelischen Gegenden im Norden und Osten Deutschlands löste der Weihnachtsmann im 19. Jahrhundert das Christkind ab. In den katholischen Gegenden im Süden und im Rheinland dagegen übernahm man das Christkind erst Anfang des 19. Jahrhunderts, und dort blieb es.

So entstand eine Art Grenze, die man heute noch spürt. Im Süden und Westen Deutschlands kommt eher das Christkind, im Norden und Osten eher der Weihnachtsmann. Viele Familien machen es aber so, wie es schon die Eltern und Großeltern gemacht haben, egal wo sie heute wohnen. Wie der Weihnachtsmann entstanden ist, erklärt unser Artikel Weihnachtsmann: Woher kommt er und wo wohnt er?.

Ist das Christkind ein Junge oder ein Mädchen?

Das Christkind war ursprünglich ein Junge, nämlich das Jesuskind. Heute wird es aber meistens als Mädchen oder als Engel ohne klares Geschlecht dargestellt. Das hängt mit alten Krippenspielen und Umzügen zusammen.

Bei Krippenspielen und Umzügen in der Adventszeit spielten Kinder und Jugendliche die Weihnachtsgeschichte nach. Es gab dabei Engel, Hirten und oft auch eine Gestalt, die „Christkind“ hieß und die Gaben verteilte. Diese Rolle übernahmen oft Mädchen in weißen Kleidern mit Schleier oder Krone. Auch Engel trugen auf Bildern weiße Gewänder und hatten Locken. Mit der Zeit verschmolzen das Jesuskind und der Engel, der es begleitet, zu einer einzigen Gestalt. So wurde aus dem Baby in der Krippe ein lichter Engel, der durch die Luft fliegt und Geschenke bringt.

Im Deutschen heißt es übrigens trotzdem immer „das Christkind“, genauso wie man „das Kind“ sagt.

Wie sieht das Christkind aus?

Das Christkind wird meistens als Engel dargestellt, mit langen blonden Locken, einem weißen oder goldenen Kleid, goldenen Flügeln und manchmal einer Krone. Diese Vorstellung kommt aus den Krippenspielen und aus Bildern des 19. Jahrhunderts, als Weihnachtskarten und Bilderbücher immer häufiger wurden.

Weil das Christkind nie jemand gesehen hat, darf sich jedes Kind es auch anders vorstellen. Manche Kinder malen ein kleines Kind mit Heiligenschein, andere eine Fee aus Licht. Das berühmteste Bild in Deutschland ist das Nürnberger Christkind. Es trägt ein goldenes Gewand, eine goldene Krone und lange blonde Locken.

Alte Postkarte mit einem Christkind in weißem Kleid und goldener Krone, das einen kleinen Weihnachtsbaum trägt
Ein Christkind mit Weihnachtsbaum auf einer Postkarte aus dem Jahr 1912. Foto: unbekannt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Warum sieht man das Christkind nie?

Man sieht das Christkind nie, weil es nach dem Brauch heimlich kommt, während die Kinder in einem anderen Raum warten. Das hat einen Sinn. Das Geschenk soll eine Überraschung sein und nicht als Tauschhandel erscheinen. Außerdem passt das Unsichtbare zur Vorstellung eines himmlischen Wesens. Engel kann man nach christlichem Glauben normalerweise nicht sehen.

Deshalb gibt es in vielen Familien eine feste Reihenfolge. Die Kinder müssen draußen bleiben, bis ein Glöckchen läutet. Das Christkindglöckchen ist das Zeichen, dass das Christkind fertig ist und wieder weggeflogen ist. Manchmal steht danach noch ein Fenster offen, durch das es angeblich hinausgeflogen ist.

Gibt es das Christkind wirklich?

Das Christkind als Engel, der durch die Luft fliegt und Geschenke bringt, gibt es nicht wirklich. Es ist eine Gestalt aus einem Brauch. In Wirklichkeit legen die Eltern oder andere Erwachsene die Geschenke unter den Baum. Das Jesuskind dagegen, nach dem das Christkind benannt ist, hat nach Ansicht der meisten Geschichtsforscher wirklich gelebt. Jesus von Nazareth wurde vor rund 2.000 Jahren geboren. Christen glauben, dass er Gottes Sohn ist.

Viele Kinder finden irgendwann selbst heraus, wer die Geschenke bringt. Oft merken sie es, weil die Handschrift auf dem Geschenkpapier der Schrift der Mutter gleicht oder weil sie ein Geschenk im Schrank entdecken. Das ist ganz normal. Viele Kinder machen danach trotzdem gern weiter mit, zum Beispiel für ihre jüngeren Geschwister. Der Brauch bleibt schön, auch wenn man das Geheimnis kennt. Denn er erinnert daran, worum es an Weihnachten geht. Man beschenkt andere, ohne dafür Dank zu verlangen.

Wann kommt das Christkind?

Das Christkind kommt am Heiligabend, also am Abend des 24. Dezember. In den meisten Familien ist die Bescherung nach dem Abendessen oder nach dem Besuch des Gottesdienstes. In anderen Ländern kommt der Weihnachtsmann dagegen erst in der Nacht und die Kinder packen ihre Geschenke am Morgen des 25. Dezember aus.

Dass die Bescherung schon am Abend vorher ist, hat einen kirchlichen Grund. Ein großes Fest beginnt im Kirchenjahr schon am Vorabend. Diesen Vorabend nennt man Vigil (ausgesprochen „WI-gil“), das kommt vom lateinischen Wort für „Nachtwache“. Deshalb heißt der 24. Dezember „Heiliger Abend“. Er gehört schon zum Weihnachtsfest dazu.

Woher weiß das Christkind, was man sich wünscht?

Das Christkind weiß, was man sich wünscht, weil man ihm einen Wunschzettel schreibt. Den legt man nach altem Brauch auf das Fensterbrett. Am nächsten Morgen ist der Zettel verschwunden, weil das Christkind ihn in der Nacht abgeholt hat. Manche Kinder bemalen ihren Wunschzettel oder kleben Bilder aus Katalogen darauf.

Man kann dem Christkind aber auch einen richtigen Brief mit der Post schicken. Dafür gibt es eigene Postämter.

Wo wohnt das Christkind?

Das Christkind wohnt nach dem Brauch im Himmel bei den Engeln. Eine richtige Adresse hat es nicht. Trotzdem gibt es Orte, an denen Briefe an das Christkind ankommen und beantwortet werden.

In Deutschland ist das die Christkindpostfiliale in Engelskirchen in Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 1985 tauchten bei der Deutschen Post zum ersten Mal Briefe auf, die „An das Christkind bei den Engeln“ adressiert waren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Post in Engelskirchen öffneten diese Briefe und schrieben zurück. Seitdem antwortet das Christkind von dort jedes Jahr Kindern aus aller Welt, sogar in Blindenschrift. Ein zweites Christkindpostamt gibt es in Himmelpforten in Niedersachsen.

In Österreich gibt es das Postamt Christkindl in der Nähe der Stadt Steyr. Die Idee dazu entstand 1946, als nach dem Zweiten Weltkrieg amerikanische Soldaten in der Gegend stationiert waren. Seit 1950 öffnet das Postamt jedes Jahr in der Adventszeit. Jedes Jahr kommen dort rund 1,2 Millionen Briefe und Karten an. Sie bekommen einen besonderen Weihnachtsstempel.

Was ist das Nürnberger Christkind?

Das Nürnberger Christkind ist eine junge Frau aus Nürnberg, die zwei Jahre lang das Christkind darstellt. Sie eröffnet den berühmten Christkindlesmarkt, besucht Kindergärten, Krankenhäuser und Altenheime und reist zu Veranstaltungen in andere Städte.

Die Eröffnung ist jedes Jahr am Freitag vor dem ersten Advent. Dann steht das Christkind auf dem Balkon der Frauenkirche über dem Hauptmarkt und spricht einen festen Text, den Prolog. Er beginnt mit den Worten „Ihr Herrn und Frau’n, die Ihr einst Kinder wart“. Tausende Menschen stehen dabei auf dem Platz.

Die Idee, dass ein Christkind den Markt mit einem Prolog eröffnet, stammt aus dem Jahr 1933. Damals regierten in Deutschland die Nationalsozialisten, und der Nürnberger Bürgermeister Willy Liebel wollte den Markt zu einem großen Fest für die Stadt machen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Christkindlesmarkt 1948 zum ersten Mal wieder von einem Christkind eröffnet. Seit 1969 wird das Nürnberger Christkind alle zwei Jahre neu gewählt.

Wer sich bewerben möchte, muss einige Bedingungen erfüllen. Die Bewerberinnen sollen in Nürnberg geboren sein oder schon lange dort wohnen. Sie müssen zwischen 16 und 19 Jahre alt sein, mindestens 1,60 Meter groß, schwindelfrei und unempfindlich gegen Kälte. Für die Jahre 2025 und 2026 wurde Nora Falk gewählt. Sie ist das 29. gewählte Nürnberger Christkind.

Wo bringt das Christkind die Geschenke?

Das Christkind bringt die Geschenke vor allem in Mitteleuropa und in einigen Ländern Lateinamerikas. Viele dieser Länder gehörten früher zum Reich der Habsburger, dem großen Herrscherhaus in Österreich, oder sind stark von der katholischen Kirche geprägt.

LandName des Christkinds
Deutschland (Süden und Westen)Christkind, Christkindl, Christkindle
ÖsterreichChristkind, Christkindl
SchweizChristkind, Christkindli
Südtirol (Italien)Christkind, Gesù Bambino (ausgesprochen „dsche-SU bam-BII-no“)
TschechienJežíšek (ausgesprochen „JE-schii-schek“)
SlowakeiJežiško (ausgesprochen „JE-schisch-ko“)
UngarnJézuska (ausgesprochen „JEE-susch-ka“) oder Kis Jézus (ausgesprochen „KISCH JEE-susch“)
Polen (Schlesien)Dzieciątko (ausgesprochen „dsche-TSCHONT-ko“)
KolumbienNiño Dios (ausgesprochen „NI-njo DI-os“)
Teile MexikosNiño Dios

Wie heißt das Christkind in Tschechien, Ungarn, Polen und Kolumbien?

In Tschechien ist der Brauch ganz ähnlich wie bei uns. Ježíšek, das heißt „kleiner Jesus“, bringt am Heiligabend die Geschenke in ein verschlossenes Zimmer und läutet dann ein Glöckchen. Während der kommunistischen Regierung nach 1948 versuchte der Staat, Ježíšek durch Děda Mráz (ausgesprochen „DJE-da MRAAS“) zu ersetzen, eine Gestalt nach dem Vorbild des russischen Väterchen Frost. Das gelang nicht. Ježíšek blieb.

In Ungarn bringt Jézuska die Geschenke am 24. Dezember. Den Nikolaus nennen die Kinder dort Mikulás (ausgesprochen „MI-ku-laasch“), er kommt schon am 6. Dezember.

In Polen ist es kompliziert, denn dort bringt in jeder Gegend jemand anderes die Geschenke. In Schlesien ist es das Dzieciątko, das Jesuskind, in anderen Gegenden ein Engelchen, ein Sternenmann oder der heilige Nikolaus.

In Kolumbien schreiben die Kinder ihre Briefe an den Niño Dios, das „Gotteskind“. Es bringt die Geschenke in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember.

Was ist Kris Kringle?

Kris Kringle (ausgesprochen „KRIS KRING-gel“) ist ein anderer Name für Santa Claus (ausgesprochen „SÄN-ta KLOOS“) in Amerika, und er kommt vom deutschen Wort „Christkindl“. Im 18. und 19. Jahrhundert wanderten viele Menschen aus Süddeutschland und der Schweiz nach Pennsylvania (ausgesprochen „pen-sil-WEE-ni-a“) in den USA aus. Sie brachten das Christkindl mit. Die englischsprachigen Nachbarn verstanden den Namen nicht richtig und machten daraus „Kriss Kringle“. Der Name ist seit dem Jahr 1830 belegt. Später verschmolz Kris Kringle mit Santa Claus. Heute ist er also kein Engel mehr, sondern ein dicker Mann mit weißem Bart. So wurde aus dem Christkind ausgerechnet der Weihnachtsmann.

Hat das Christkind den Weihnachtsmann verdrängt oder umgekehrt?

Eher hat der Weihnachtsmann das Christkind in manchen Ländern verdrängt. In Portugal zum Beispiel brachte früher das Menino Jesus (ausgesprochen „me-NI-nu sche-SUSCH“), das Jesuskind, die Geschenke. Heute ist es dort meist der Pai Natal (ausgesprochen „PAI na-TAL“), der portugiesische Weihnachtsmann. Auch in Deutschland ist der Weihnachtsmann durch Werbung, Filme und Bilderbücher heute überall bekannt, sogar in den Gegenden, in denen eigentlich das Christkind kommt.

In Tschechien ist Ježíšek bis heute so beliebt, dass Santa Claus dort kaum eine Rolle spielt.

Was sind Christkindlmärkte?

Christkindlmärkte, auch Christkindlesmärkte genannt, sind Weihnachtsmärkte, die nach dem Christkind benannt sind. Früher kauften die Menschen dort die Dinge, die das Christkind den Kindern bringen sollte, zum Beispiel Spielzeug, Lebkuchen und Kerzen. Der Name zeigt also, wer am Ende als Schenkender galt. Neben dem Nürnberger Christkindlesmarkt gibt es zum Beispiel den Augsburger Christkindlesmarkt und den Christkindlmarkt in Wien.

Das Nürnberger Christkind mit goldener Krone zwischen Besuchern
Das Nürnberger Christkind besucht im Advent viele Menschen, auch auf dem Christkindlesmarkt. Foto: Marcus Meissner, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Zum Weiterdenken

Das Christkind sollte am Anfang daran erinnern, dass an Weihnachten Jesus Geburtstag hat und nicht ein Heiliger. Heute ist es für viele Kinder vor allem ein Engel, der heimlich Geschenke bringt. Was glaubst du, warum es so wichtig ist, dass man das Christkind nie sieht? Und wie würdest du das Christkind malen, wenn du es dir ganz frei ausdenken dürftest?

Quellen: Sonntagsblatt: Warum das Christkind die Geschenke bringt, Universität Hamburg: Woher kommt das Christkind, BR: Wie das Christkind weiblich wurde, Stadt Nürnberg: Das Nürnberger Christkind, Deutsche Post: Christkindpostfiliale Engelskirchen, Österreichische Post: Postamt Christkindl, Radio Prag: Ježíšek gegen Santa Claus, Etymonline: Kriss Kringle

Noch nicht genug entdeckt?

Manche Antworten führen direkt zur nächsten Frage. Stöbere weiter durch unsere Themenwelten.

Alle Themen